Duisburg erscheint im Verzeichnis mit Fachbetrieben für Außenhaut, Innenraum und Bauteile. Verschmutzte Fronten im Innenhafen, Werkhallen in Ruhrort und Meiderich, Wohnhäuser in Hochfeld und Neudorf: Ausschlaggebend sind Standort, Beschaffenheit des Mauerwerks und Alter der vorhandenen Beschichtung. Hausverwaltungen, Genossenschaften und Eigentümer können Angebote anhand gleicher Posten prüfen.
Duisburg liegt am Zusammenfluss von Ruhr, Rhein; dieser Standort prägt die Bauaufgaben. Hafenbecken, Kaianlagen, Silos, Verladebrücken rücken nah an Wohnviertel, sodass Außenwände je nach Lage ganz unterschiedlich belastet werden. Feiner Kohlenstaub legt sich auf Simse, Brüstungen, bleibt an windabgewandten Seiten länger liegen; vor jedem Neuanstrich wird er mit Wasser, Bürste gelöst. Auf glatten Beton-, Putzflächen zeichnet sich Feuchtigkeit als dunkle Spur ab. Verläuft die Nässe von oben, liegt es an einem undichten Anschluss; kommt sie von unten, ist der Sockel betroffen.
Stadtteile wie Bruckhausen, Hamborn, Marxloh, Beeck, Baerl, Homberg, Rheinhausen, Walsum, Huckingen, Großenbaum, Wanheimerort, Dellviertel tragen sehr verschiedene Baualter. Rund um Tiger & Turtle, Angerpark, Landschaftspark Nord, Wedau, Sechs-Seen-Platte, Biegerhof stehen Industriezeugen mit offenen Mauerwerken, an denen Fugenbild, Spundwände, Böschungsmauern den Aufbau bestimmen. An der Salvatorkirche, im Dellviertel, in Neudorf, Ruhrort reihen sich Gründerzeitblöcke mit Stuck, Gesimsen, Sockelzonen; in Baerl, Huckingen, Mündelheim überwiegen Hofanlagen, Backsteinbauten, jüngere Siedlungen.
Eine Besonderheit des Denkmalrechts sollte vor jedem sichtbaren Eingriff bekannt sein. Alle Maßnahmen an Bau-, Boden-, beweglichen Denkmalen sind erlaubnispflichtig; die Pflicht erstreckt sich auch auf Anlagen innerhalb von Denkmalbereichen, in der engeren Umgebung, soweit sie das Erscheinungsbild berühren. Die Erteilung kostet in Duisburg keine Verwaltungsgebühr.
Am Niederrhein ist die Witterung vergleichsweise ausgeglichen. Das dehnt die nutzbaren Außenstunden, verschiebt aber das Augenmerk: Bei trübem Himmel, schwacher Einstrahlung bleiben Wände länger feucht, was Bewuchs, Verschmutzung begünstigt. Zwischen Rhein, Ruhr, Kanal, Binnenhafen sammelt sich Feuchte in Sockelzonen, Kellern, Tiefgaragen; dort werden Abläufe, Anschlüsse, Drainagen vor dem Anstrich geprüft.
Für die Ausführung zählen:
- Sichtbeton, Putz, Stahl erhalten je einen eigenen Aufbau: sperrender oder offener Grund, saugfähige Grundierung, aktiver Korrosionsschutz.
- Bei Betriebsgebäuden wird abschnittsweise gearbeitet, damit der Betrieb weiterläuft; Türen, Toranlagen, Geländer werden je Abschnitt abgeklebt.
- Stahlbauteile: Roststellen bis zum gesunden Metall freilegen, bevor der Schutzaufbau folgt.
- Entwässerung: Öffnungen für Lüftung, Wasser dürfen nicht durch Farbe verklebt werden.
- Hafennahe Wände: Der Zeitpunkt wird so gewählt, dass Wind, Feuchte zwischen den Lagen abtrocknen.
Bei Fenstern, Türen, Treppengeländern bestimmen Bauteil, Zustand der Lackschichten, gewünschter Farbton den Umfang. Mehrere Schleifgänge, ein mehrlagiger Aufbau sind üblich, wenn alte Schichten erhalten bleiben sollen. Wer früh mit der zuständigen Stelle spricht, die geplanten Werkstoffe benennt, verhindert, dass eine begonnene Arbeit wieder zurückgebaut werden muss. Hafenviertel, Dellviertel, Hochfeld, Neudorf verlangen dabei sehr verschiedene Zugänge, Standflächen, Sperrzeiten. Für Duisburger Objekte sind außerdem zu nennen:
- Silikate, Kohle, Eisenoxid werden vor dem Anstrich neutralisiert, abgewaschen.
- Kaimauern, Spundwände, Böschungsmauern erhalten einen eigenen Aufbau.
- Silos, Verladebrücken, Rohrbrücken: Anschlüsse, Fugen, Bleche werden geprüft.
- Betriebsablauf bleibt erhalten; Abschnitte, Zugänge, Sperrzeiten werden geteilt.
- Innenhafen, Dellviertel, Neudorf, Hochfeld verlangen unterschiedliche Standflächen.
- Bei Werkssiedlungen bleiben Fugenbild, Farbigkeit der ganzen Zeile erhalten.
Pro Hafenabschnitt entstehen Bilddokumentation, Abnahmeprotokoll, eine Kontrolle im Folgejahr.
- Wedau, Buchholz, Bissingheim liegen nahe Wald, Kanal, Regattabahn.
- Wanheimerort, Wanheim, Ehingen, Mündelheim tragen Höfe, Kirchen, Backstein.
- Rolltor, Rampe, Laderampe an Betriebsgebäuden bleiben befahrbar.
- Blech, Fugen, Ränder werden abschließend verzeichnet.