Die westfälische Großstadt Dortmund führt auf malerruf.de 10 Betriebe mit ihren Leistungen, vom Innenanstrich über die Fassadengestaltung bis zur Lackierung. Klinkerfassaden der Nordstadt, Werkshallen am Dortmund-Ems-Kanal, Wohnräume im Kreuzviertel brauchen sehr verschiedene Ansätze: Gewichtig sind Tragfähigkeit des Mauerwerks, Erreichbarkeit, Alter der Beschichtung.
Zwei Prägungen laufen nebeneinander her. Entlang des Kanals, in den Hafenbecken, an der Speicherstraße liegen ausgedehnte Werkshallen mit Sheddächern, Stahlträgern, großen Mauerflächen; Rostspuren laufen von Trägern auf die Wand herab, werden vor dem Neuanstrich entfernt. In Wohnvierteln von Hörde, Aplerbeck, Hombruch, Barop, Dorstfeld, Mengede, Eving, Brackel, Lütgendortmund, Scharnhorst wechseln Backstein, hell verputzte Gefache, erneuerte Ausfachungen einander ab. Hier wird zuerst festgestellt, welche Stelle saugt, welche dicht ist.
Ein zweiter Hebel ist die kommunale Förderung. Nach Angaben des Stadtportals bezuschusst Dortmund Dach-, Fassadengrün, die Entsiegelung von Flächen mit bis zu 50 % und einer Entlastung bei den Abwassergebühren. Für Wände bedeutet Begrünung, dass Tröge, Rankhilfen, Kletterpflanzen vor die Fassade zu planen sind, damit die Wand dahinter vor Durchfeuchtung geschützt bleibt, der Rückschnitt später möglich ist.
Im Süden steigen die Lagen zum Ardeygebirge an: Hohensyburg, Rombergpark, Westfalenpark, Syburg, Westfalenhallen, Phoenixsee markieren sehr verschiedene Lagen. Dort stehen Villen, Landhäuser, ältere Hofanlagen mit Sichtmauerwerk, Natursteinsockeln, verwitterten Holzbauteilen. Die Innenstadt reicht von Reinoldikirche, Marienkirche, Propsteikirche, Hansaplatz, U-Turm über Kontorhäuser der Kaiserzeit bis zu Siedlungen der zwanziger Jahre in Eving, Scharnhorst, Lütgendortmund, denen jeweils eine eigene Farbigkeit, Fugenbreite, Putzstruktur zukommt.
Regulatorisch greift ein Genehmigungsvorbehalt: Eingriffe an einem Denkmal oder in dessen näherer Umgebung verlangen vorab eine denkmalrechtliche Erlaubnis. Steht die Aufstellung erst, während die Unterlagen fehlen, gerät der Ablauf ins Stocken, bezahlte Gerüststandzeiten verfallen.
Für die Ausführung zählen:
- Anschlüsse: Traufkanten, Kehlbleche, Fensterbänke prüfen, damit Wasser nicht an der Wand herunterläuft.
- Sichtmauerwerk: Fugen in gleicher Tiefe, Mischung nachziehen, damit das ruhige Backsteinbild erhalten bleibt.
- Werkshallen: Anschlüsse an Stahlträger, Torzargen, Lüftungsöffnungen nicht mit Farbe verkleben.
- Siedlungshäuser: Putzflächen mit Sockelanstrich erhalten einen robusten, abwaschbaren Aufbau.
- Begrünung: Grün vor dem Anstrich anlegen, damit der Untergrund frei bearbeitet werden kann.
Ein Antigraffiti-System kann dort sinnvoll sein, wo Wände exponiert liegen. Beim Vergleich zählt die Einzelposition, nicht die Endsumme: Wer Flächen, Vorarbeiten, Material, Anstrichaufbau, Einrüstung getrennt aufführen lässt, sieht, wo Aufwand steckt, ordnet Angebote sachlich. Für die Nordstadt mit ihren engen Höfen, kurzen Wegen hilft ein Positionsverzeichnis, das Standzeiten der Einrüstung ausdrücklich nennt. Ferner gehören ins Dortmunder Leistungsverzeichnis:
- Dachrinnen, Attiken, Gesimse: Wasser darf nicht hinter Blech, Mauerwerk laufen.
- Hallentore, Oberlichter, Stahlprofile der Werkshallen erhalten getrennte Behandlung.
- Mauerkronen, Sockel, Anbauten der Zechensiedlung werden im selben System bearbeitet.
- Kellerfenster, Lichtschächte, Treppenabgänge gehören in die Aufstellung.
- Kanalviertel, Unionviertel, Borsigplatz, Hafen liegen nah beieinander, mit eigenen Zugängen.
- Bei gereihten Zeilen bleibt die Nachbarfassade sichtbar; Ansatzstellen werden abgestimmt.
Zum Ausklang folgen Ortsbegehung, Hafenprotokoll, ein Termin zur Nachschau im Unionviertel.
- Westfalenhallen, Signal Iduna Park, Dortmunder U markieren exponierten, verschmutzten Bestand.
- Phönixsee, Hörder Burg, Wellinghofen, Wichlinghofen liegen am Ardeyhang.
- Renaturierte Emscher, Körnebach, Schondelle verlangen Ufermauern, Sockel mit Wasserabstand.
- Speicherstraße, Hafenamt, Dortmunder U: Blech, Ziegel, Sichtmauerwerk je eigene Behandlung.
- Blockinnenhöfe: Schächte, Fallrohre, Hofmauern bleiben erreichbar.
- Verwahrungen an Attika, Gaube, Kamin werden vor dem Anstrich geprüft.