Für Bochum bündelt das Verzeichnis Betriebe für Innenanstrich, Fassade und Lackierung. Große Wohnanlagen rund um die Ruhr-Universität, Kolonialbauten in Weitmar und Wiemelhausen, Räume in Ehrenfeld und Wattenscheid: Den Ausschlag geben Mauerwerkszustand und Alter der vorhandenen Schichten. Wohnungsgenossenschaften, Verwalter und Eigentümer können Anbieter anhand gleicher Einzelposten vergleichen.
Viele Häuser stehen auf altem Bergwerksgelände; dieser Untergrund arbeitet nach. Feine Risse, schief sitzende Fensterbänke, abgesetzte Treppenstufen erzählen von Bewegungen, die nach dem Ende des Kohleabbaus nachklingen. Nicht jeder Riss ist ein Putzriss: Bevor gestrichen wird, werden Richtung, Verlauf der Risse aufgenommen, geprüft, ob sie durchlaufen oder nur oberflächlich sind. Durchgehende Bewegungsrisse werden elastisch überbrückt, damit die neue Schicht die Bewegung mitmacht; feste Haarrisse, abgesunkene Stellen werden verputzt, ausgeglichen.
Rund um Zeche Hannover, Deutsches Bergbau-Museum, Jahrhunderthalle, Bermuda3Eck, Starlight Express, Kemnader See, Ruhrpark, Botanischer Garten, Dahlhausen, Stiepel treffen sehr verschiedene Lagen aufeinander. In Altenbochum, Hofstede, Hamme, Grumme, Langendreer, Werne, Querenburg, Linden, Riemke, Höntrop, Eiberg, Gerthe stehen Zechensiedlungen, Werkswohnungen, Villenviertel, Nachkriegszeilen dicht beieinander. An den alten Fassaden wechseln Ziegel, Putzflächen einander ab, dazwischen sitzen über Jahre gewachsene Ausbesserungen. Solche Mischungen verlangen einen Aufbau, der an jedem Untergrund für sich haftet. Deshalb werden zuerst Musterflächen angelegt, geprüft, wie stark welche Stelle saugt oder abbindet.
Regulatorisch gilt ein klarer Schritt: Veränderungen an Denkmälern, in deren unmittelbarer Umgebung sind erlaubnispflichtig; der Antrag ist vor Baubeginn zu stellen, ein Onlineantrag ist möglich, die Arbeit darf erst mit der schriftlichen Erlaubnis beginnen.
Für die Ausführung zählen:
- Balkone, Loggien: Anschlüsse prüfen, abdichten, weil dort Tau-, Regenwasser über die Brüstung abläuft.
- Kolonien: Fugen, Gesimse, Fensterumrahmungen über die ganze Zeile abstimmen, damit einzelne Häuser nicht aus dem Rahmen fallen.
- Innenräume: Treppenhäuser, Flure, Gemeinschaftsflächen verlangen robustere Oberflächen als Wohnräume.
- Traggerüst: Wo Vorgärten, Hecken, Fahrzeuge den Aufbau begrenzen, kommen schmale Systeme zum Einsatz.
- Sperrungen: Betrifft die Absperrung den Gehweg, sind Sperrungen rechtzeitig abzustimmen.
Vor dem Neuanstrich steht die Beurteilung: Haftung, Dicke der Altbeschichtung, Putzrisse, mögliche Nässe werden aufgenommen. Wer Angebote vergleicht, sollte dieselben Positionen abfragen, Zahl der Arbeitsgänge, Material, Einrüstung benennen lassen. Zwischen Wattenscheid, Gerthe, Querenburg, Kemnader See liegen sehr verschiedene Lagen mit eigenen Zugängen, Sperrzeiten, Standflächen. Ein Bochumer Leistungsverzeichnis führt daneben auf:
- Rissbreite, Tiefe, Richtung werden vor der Ausführung kartiert.
- Kolonien an der Ruhr-Universität: Fugen, Gesimse, Umrahmungen zeilenweise abstimmen.
- Zechensiedlungen in Dahlhausen, Stiepel, Linden erhalten Sockel, Mauerkronen, Anbauten.
- Treppenhäuser, Keller, Gemeinschaftsflächen werden getrennt kalkuliert.
- Balkone, Loggien, Trennwände erhalten Anschlussabdichtungen gegen Tauwasser.
- Musterfläche, Farbton, Glanzgrad werden vorab verbindlich festgelegt.
Am Vorgangsende stehen Zeugenbegehung, Positionsverzeichnis, eine Prüfung im Folgejahr.
- Alterung, Rissbild, Fugenbild am Zechenmauerwerk werden vorab festgehalten.
- Weitmar, Eppendorf, Hiltrop, Harpen, Gerthe liegen am Hang des Ruhrbergs.
- Langendreer, Werne, Stockum, Riemke reihen Siedlungen, Werkswohnungen, Nachkriegszeilen.
- Kemnader See, Oelbach, Ruhr verlangen Ufermauern, Sockel, Keller mit Wasserabstand.
- Wattenscheid, Höntrop, Eiberg, Westenfeld tragen Senkungsrisse in Mauerwerk.
- Stiepel, Sundern, Querenburg liegen am Botanischen Garten, am Kalwes.
- Für Reihen-, Doppelhäuser bleiben Fugenbild, Farbigkeit beider Hälften gleich.
- Bei Siedlungen mit Flachdach kommen Attikabänder, Dachrandprofile hinzu.
- Siedlungen der zwanziger Jahre tragen Gesimse, Lisenen, Putzbänder.
- Sockel, Sturz, Pfeiler am Zechenmauerwerk werden gesondert begutachtet.
- Rissbild, Fugenbild, Pfeiler werden abschließend notiert.
- Hordel, Bergen, Laer liegen am Emschertal und an der Herner Straße.